11.03.2016

Wir erinnern an den traurigen fünften Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Fukushima

Der Kreisverband Delmenhorst Bündnis 90/ Die Grünen erinnert an den fünften Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Fukushima und erinnert und gedenkt all der Opfer, die ihr Leben lassen mussten, all der Verletzten, all derer, die dauerhaft krank wurden, aber auch derer, die ihre Heimat verlassen mussten.Am 11.03.2016 wurden durch ein Erdbeben und einen damit ausgelösten Tsunami drei der sechs Reaktoren des Atomkraftwerkes Fukushima so stark beschädigt, dass mehr als das Doppelte an radioaktivem Material wie in Tschernobyl austreten konnte.Mehr als 150 000 Menschen mussten evakuiert werden. Im Meer, im Grundwasser, aber auch im Trinkwasser im 250 Kinometer entfernten Tokio, wurde radioaktives Jod in gefährlichen Mengen nachgewiesen.

Vor zwei Tagen gelangten Informationen an die Öffentlichkeit, dass in dem ältesten Atomkraftwerk Frankreichs in Fessenheim im Elsass , übrigens 1977 gebaut, im Jahr 2014 ein radioaktiver Unfall durch eine Überschwemmung vertuscht wurde, um die Schließung des Atomkraftwerkes noch weiter zu verzögern.

Gegner der Atomkraft fordern schon seit Jahren die Schließung.

Kurz nach der Katatstrophe in Japan waren sich alle politischen Parteien einig, den Atomausstieg so schnell als möglich umzusetzen.Dies wird umso nötiger, da durch den baulich zum Teil maroden Zustand der AKWs die Situation, wie wir sie in Fessenheim jetzt erleben konnten, als immer gefährlicher einzustufen ist.Deshalb müssen wir in Deutschland dafür Sorge tragen, dass so schnell wie möglich alle noch aktiven AKW`s abgeschaltet werden wie in Gronau und Lingen, aber auch die grenznahen in Cattenom, Fessenheim und Temelin.

Fukushima hat gezeigt, dass der Mensch und die Technik nicht in der Lage sind, die Atomkraft zu beherrschen.

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