25.06.2019

Klimaschutzmanager in Delmenhorst

Klimaschutz ist eine große gesellschaftliche Herausforderung. Trotzdem wurde im Rahmen der Haushaltsberatungen 2018 von allen Fraktionen, außer den Grünen beschlossen, die Stelle des damaligen Klimaschutzmanager nicht zu verlängern. Die Grünen sind hocherfreut, dass die Verwaltung jetzt die Stelle eines Klimaschutzmanagers erneut ausgeschrieben hat. Dem Ziel, die CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren und das bestehende Klimaschutzkonzept umzusetzen, kommen wir nur auf diesem Wege ein gutes Stück näher.  Denn Klimaschutzmanager sorgen dafür, dass Vereinbarungen rund um den Klimaschutz auf regionaler Ebene umgesetzt werden.

Marianne Huismann, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen

 

 

14.06.2019

Pressemitteilung gegen das Kückenschreddern

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass das Töten von männlichen Küken nur noch übergangsweise zulässig ist. Das Töten männlicher Küken muss endlich aufhören, mit Fristsetzung. 
Die Delmenhorster Grünen fordern grundsätzlich eine Agrarwende, die auch Nutztiere als Lebewesen anerkennt und diese nicht der Kosten-Nutzen-Rechnung von Unternehmern unterwirft. Die deutsche Massenproduktion von Tieren, die nie Tageslicht sehen und am Fließband verarbeitet werden, erzeugt bereits heute eine Überproduktion und wird weltweit exportiert. Mit der Folge, dass täglich tonnenweise Lebensmittel im Müll landen.

Aber die Landwirtschaftsministerin lässt es weiterhin zu, dass der Tierschutz vollständig hinter wirtschaftlichen Interessen zurücktreten muss. Denkt sie nur an die Profite der Schlachtindustrie?

Laut Tierschutzgesetz darf niemand Tieren "ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen".

Wir fordern Frau Klöckner deshalb zu schnellem Handeln auf, damit  dieser Albtraum des Kükentötens ein Ende hat. 

Marianne Huismann, Delmenhorster Stadtratsfraktion Bündnis

05.06.2019

Pressemitteilung zur Entscheidung des Umweltausschusses gegen einen Modellversuch mit der Wertstofftonne für Plastik

Die Delmenhorster Grünen fordern die Anschaffung einer gelben Tonne, denn schließlich haben sich diese fast 60% der befragten Bürger im Bezirk des Modellversuches gewünscht.
Diesem Wunsch sollte die Politik folgen, da ein Bürgerwille in Höhe von 58,6 % in einer Demokratie nicht ignoriert werden kann oder darf!.
Gelbe Säcke sind eine große Umweltbelastung. Plastikabfälle werden bei ungünstigen Windverhältnissen weggeweht oder  platzen auf. Anschließend hängen Plastikteile in den Bäumen und Sträuchern, liegen in der Umgebung herum und verunstalten diese. Tiere rupfen die Säcke auseinander, und eine ungünstige Lagerung der Säcke zieht des Weiteren Ungeziefer an. Die Säcke selbst, großenteils in Asien hergestellt, sind auch Einweg- Wegwerfmüll und werden milliardenfach produziert.

Und schließlich handelt es sich um einen Probelauf, um Erfahrungen zu sammeln.

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Delmenhorst

28.05.2019

Gärten des Grauens: Schottergärten!!!

Überall in den Delmenhorster Wohnstraßen und Neubaugebieten finden sich Vorgärten mit ausgedehnten Kies- und Schotterflächen, in denen nichts gedeiht. Die Fraktion der Grünen will jetzt dagegen etwas tun und hat einen entsprechenden Antrag gestellt. In der Niedersächsischen Bauordnung heißt es unter §9 Abs.2: „Die nicht überbauten Flächen der Baugrundstücke müssen Grünflächen sein, soweit sie nicht für eine andere zulässige Nutzung erforderlich sind.“ Die weit verbreitete Vlies- oder Folienabdeckung des Bodens führt zu einer Verarmung des Bodenlebens, und Lebensräume gehen verloren. Im Sommer heizen sich diese Flächen stärker auf als Grünflächen. Gärten in Wohnsiedlungen können Nahrungsquelle sowie wichtige Lebens- und Rückzugsräume für Insekten sein und damit dem Artenrückgang entgegenwirken. Pflegeleicht sind Schottergärten auch nicht. Schon nach kurzer Zeit  bilden sich Moose und durch Flugsamen auch Gewächse, die dann oftmals mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden.
Marianne Huismann, Fraktionsvorsitzende der Delmenhorster Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

17.05.2019

Pressemitteilung zu den Baumfällungen in der Graft

Wie ist es möglich, dass die Stadt, die ja eine Vorbildfunktion für die Bürger haben sollte, jetzt in der Brut- und Setzzeit, Bäume fällt? Wir fragen uns, wann man die Schädigung der Bäume festgestellt hat? Diese Untersuchung müsste eigentlich im Herbst erfolgen, damit eventuelle Fällungen im zeitigen Frühjahr stattfinden.

Eine Baumfällung ist immer ein Eingriff in die Natur. Durch die Fällung werden Nester zerstört, und durch den Lärm wird Unruhe für die Lebewesen in den umliegenden Bäumen verursacht.

Marianne Huismann, Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

13.05.2019

Totentanz auf dem PULTERN-Areal - Mangel an Transparenz

Was ist das für ein Demokratie-Verständnis, nennt man so etwas Transparenz? Da wird hinter verschlossenen Türen im VA entschieden, den Aufstellungsbeschluss für ein Gewerbegebiet nördlich des PULTERN-Areals einzuleiten!

Unseren Ergänzungsantrag zur Machbarkeitsstudie, der Nutzungsmöglichkeiten außerhalb von Versiegelung und Gewerbeflächen aufzeigen sollte, hatte man seinerzeit wegen angeblichem Beratungsbedarf zurückgestellt.

Die hier betroffen Flächen befinden sich im Landschaftsschutzgebiet. Sie sind von hohem ökologischen Wert. Der Erhalt dieses Refugiums würde aufzeigen, wie verantwortungsvoll Verwaltung und Politik mit solchen, für den Naturhaushalt bedeutenden Flächen umgehen. Der Weltbiodiversitätsbericht besagt, dass 1 Million Arten vom Aussterben bedroht sind. Das scheint in Delmenhorst nicht angekommen zu sein.

Marianne Huismann, Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Delmenhorst

17.05.2019

Pressemitteilung zum Bericht des Weltbiodiversitätsrates

Der Weltbiodiversitätsrat hat vor einigen Tagen in Paris seinen globalen Bericht zum Zustand der Natur vorgestellt.
Die Botschaft der 150 Wissenschaftler aus 50 Ländern ist eindeutig:  Der Bericht macht klar: Schreitet das Artensterben weiter voran, kann unsere Natur nicht mehr für saubere Luft, gesundes Wasser und Klimaregulierung sorgen.  Denn bis zu einer Million Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben bedroht, und verantwortlich für dieses neuerliche Massenaussterben sind die Menschen. Wir sägen uns mittlerweile den Ast ab, auf dem wir sitzen.

Die Delmenhorster Grünen fordern, dass die Politik die Ergebnisse der Wissenschaftler ernst nehmen und in Taten umsetzen muss. Es darf keine Ausreden mehr geben. In Deutschland muss es gelingen, das Artensterben, besonders das Vogel- und Insektensterben zu stoppen. Und auch Kommunen sind dabei wichtige Akteure für eine biologische Vielfalt .So ist ein sorgfältiger Umgang mit Grün- und Freiflächen für den Arten- und Biotopschutz elementar. Auch bei Bauplanungen sind sowohl  Flächen – wie auch der Boden – eine endliche Ressource, mit der der Mensch sparsam umgehen muss, um sich seine Lebensgrundlagen zu erhalten.

Marianne Huismann, Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Delmenhorst

25.03.2019

Neuer Radweg und mögliche Baumfällung an der Willy-Brandt-Allee in Deichhorst

Am 02.04.2019 wird über den Fortbestand der Walnussbäume an der Willy-Brandt-Allee im Planungsausschuss entschieden.

DIE GRÜNEN und der NABU rufen die Anwohner und alle Befürworter der Erhaltung der Willy-Brandt-Allee in der aktuellen Form zum Protest gegen die Abholzung der Walnussbäume auf!

Umbaumaßnahmen würden ein großes Loch (€ 100.000,--) in den angespannten Stadthaushalt reißen. Laut Polizei ist es noch nie zu einem Unfall zwischen Fußgängern und Radfahrern in diesem Bereich gekommen.

Geben Sie der Natur eine Lobby!

Beginn am 30.03.2019 um 5 vor 12 vor dem Cabarelo!

 

 

07.02.2019

Delmenhorst braucht eine zukunftsfähige Schullandschaft

Für Delmenhorst ist es wichtig, sich jetzt auf eine langfristige Schullandschaft festzulegen, damit auch die anstehenden Probleme, die mit der Wiedereinführung des G9 zusammenhängen, gelöst werden; denn zum kommenden Schuljahr brauchen die Gymnasien zusätzliche Räume.

Dabei sollte der Fokus darauf gelegt werden, dass jedes Kind den für sich optimalen Schulabschluss erreichen kann. Und dieses ist am besten dadurch zu erreichen, dass die Schullaufbahn der Schüler*innen möglichst lange offen gehalten wird, am besten bis zum Schulabschluss.
Dieses ist für die GRÜNEN nur in einem integrierenden Schulsystem möglich, denn das dreigliedrige Schulsystem fördert durch Abschulungen evtl. Versagensängste bei  den Schüler*innen. Für uns ist nicht ersichtlich, wie nach der 4 Klasse beurteilt werden kann, welchen Lebensweg ein Kind geht.

Genau dieses haben die Schüler*innen in Delmenhorst erkannt, indem sie über ihr Sprachrohr - dem Stadtschülerrat und dem Kinder- und Jugendparlament - fordern, das Schulsystem für alle auf Gesamtschulen umzustellen. Das gemeinsame Lernen wird dann nach der Grundschule weitergeführt und eröffnet alle Bildungsabschlüsse. Entscheidend für unsere Kinder ist ja letztendlich, dass sie gute Bildung bekommen, und nicht welchen Namen ihre Schule hatte.

Natürlich wollen wir auch den Elternwillen berücksichtigen, und alle Eltern wollen für ihre Kinder sicherlich das Beste. Die Anmeldezahlen an weiterführenden Schulen belegen, dass es keinen einheitlichen Elternwillen gibt, sondern IGS, Gymnasien und Realschulen bevorzugt werden. Einig sind sich die Eltern nur bei dem Wunsch nach einer guten Schulausstattung und engagierten Lehrkräften.

Die Struktur des gegliederten Schulsystems beruht darauf, dass leistungsschwache Schüler*innen die Schulform verlassen müssen, und das wollen wir GRÜNEN nicht. Falls sich eine IGS nicht durchsetzen lässt, würden wir deshalb den Beschlussvorschlag 3 der Verwaltung mittragen, der immerhin ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Marianne Huismann und Harald Schneewind Stadtratsfraktion B‘90/DIE GRÜNEN

URL:http://www.gruenedelmenhorst.de/ratsfraktion/presse-2019/